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Friesische Mühlentour  ( 250 km )

Bild von Friesische Mühlentour

Ostfriesland hautnah per Rad erleben:

Natur, Kultur und Geschichte auf der Friesenroute

Grüne Weiden, leuchtende Rapsfelder, windschiefe Bäume. Deiche, hinter denen sich die Unendlichkeit des Meeres erstreckt. Kanäle, die das ganze Land wie ein Netz durchziehen. Ostfriesland hautnah erleben - so richtig gut geht das vom Fahrrad aus. Die 290 Kilometer lange Friesenroute führt durch abwechslungsreiche Landschaften wie Moor, Geest und Marsch zu Häuptlingsburgen, Schlössern, Windmühlen und Kirchen.
Die Emder nennen ihren Hafen Delft. Hier ist immer was los. Also, die Räder am Kaiufer "geparkt" und erst einmal gucken. Seele baumeln lassen. Möwen kreisen am Himmel. In der Ferne gibt ein Schiff Signal. Emden ist seit Jahrhunderten eine bedeutende See-hafenstadt. Große und kleine Segel- und Motorschiffe schlagen Wellen im Hafen-becken. Von der nahen Thyssen-Werft dringen Baugeräusche herüber. Ein Großauftrag für die Marine. Im Emder Delft ist aber auch maritime Geschichte vor Anker gegangen: das Museums-Feuerschiff "Deutsche Bucht", der Seenotrettungskreuzer "Georg Breusing" und der Heringslogger "AE 7 Stadt Emden".
Ein anderer berühmter Sohn der Stadt ist Henri Nannen. Der frühere "Stern"-Chef ließ hier für seine Gemäldesammlung eine "Kunsthalle" bauen. Seitdem sind etwa Emil Nolde und Franz Radziwill auch in Emden daheim. Wo sonst als in Ostfriesland wären sie besser aufgehoben - in einer Landschaft wie gemalt?
Die gilt es in dieser Woche per Rad zu erkunden. Aufgesetzt. Und los geht`s. Das Gute: Wer die Friesenroute von Emden aus abradelt, hat meist den Wind im Rücken. Und wenn die Brise doch mal zu stark wird: Grüne Deiche, windschiefe Bäume, idyllische Warfen-dörfer mit mittelalterlichen Backsteinkirchen laden zur Rast ein.
Das erste Etappenziel: Das kleine Fischerdorf Greetsiel. Die Fahrt dorthin führt durch die Krummhörn entlang des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Greetsiel wurde im 14. Jahrhundert von der Häuptlingsfamilie Cirksena als Handelsort angelegt. Rund um den über 600 Jahre alten Fischereihafen mit seinen Krabbenkuttern und Segelbooten prägen Zwillingsmühlen und historische Giebelhäuser das Ortsbild. Weiter geht es auf dem Deich mit einem Abstecher nach Marienhafe, dessen markanter Kirchturm früher dem Seeräuber Klaus Störtebeker als Unterschlupf diente. Danach geht es nach Norden-Norddeich. Die älteste Stadt Ostfrieslands ist zugleich Seebad.
Hier besteht die Möglichkeit zu einem Tagesausflug zur Insel Norderney. Auf jeden Fall lohnt ein Stadtrundgang mit Besuch der mittelalterlichen Ludgerikirche und des Tee- und Heimatmuseums im "Alten Rathaus".
Hier an der Küste sind Ostfrieslands Burgen und Schlösser zu Haus: In Hage das herrliche Wasserschloss Lütetsburg mit seiner großzügigen Parkanlage und die Burg Berum, eine der ältesten und traditionsreichsten Burgen Ostfrieslands. Von hier führt die Friesenroute zurück zur Küste. Auf schnurgeraden Wegen entlang des Deiches ist die Herrlichkeit Dornum das Ziel. Norderburg, Beningaburg - mittlerweile umgebaut zum Hotel-Restaurant - und die mittelalterliche St.-Bartholomöus-Kirche sind eindrucksvolle Zeugen der Vergangenheit. Kanäle waren einst die Haupttransportwege in den nahezu unpassierbaren Mooren Ostfrieslands. Eine dieser Wasserstraßen - der Ringkanal - säumen die Friesenroute in Richtung Aurich. Hier zeugen Lambertikirche, das Schloss mit Marstallgebäude sowie das Historische Museum von einer bewegten Vergangenheit. Einst war Aurich Sitz der Ostfriesischen Landstände.
Die Friesenroute führt nun entlang des Ems-Jade-Kanals in Richtung Marcardsmoor. Hier wird noch Torf abgebaut. Von dort geht es nach Wiesmoor mit der größten zusammenhängenden Gartenbaufläche und Gewächshausanlage Europas. In den über 50 Gärtnereien und Baumschulen werden jährlich 22 Millionen Topfpflanzen gezogen.
Auf ihrem Weg nach Westen kreuzt die Friesenroute das "Fünf-Mühlen-Land" Großefehn. Die historischen Windmühlen, weißen Klappbrücken, restaurierten Gulfhöfe und alten Kirchen erinnern an das alte Ostfriesland. Auf der Rückfahrt nach Emden lohnt ein Abstecher zum Ihlower Forst, einem Naturwald mit uralten Eichen und Linden. In seiner Mitte finden sich neben dem idyllischen Forsthaus Fragmente einer Zisterzienser-klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert. Eingeplant werden sollte auch eine Rast am Großen Meer, dem größten Binnensee Ostfrieslands.
Die Friesenroute kann von jedem Ort aus und an jedem Wochentag gestartet werden. 6 Übernachtungen mit Frühstück im Hotel, ausführlichem Karten- und Infomaterial und dem Ostfriesland-Fan-Paket "Rad up Pad" gibt es schon ab 299 Euro. Dazubuchbare Extras: Eine Verlängerungsnacht in Norden inkl. Fährüberfahrt und Ausflug nach Norderney und Gepäcktransfer.

Der Verein für Bürgerbeteiligung Krummhörn för elk un een e.V. hat in 19 Dörfern der Krummhörn die Möglichkeit geschaffen den E-Bike Akku aufzuladen.
Die Steckdosen sind öffentlich zugänglich und die Stromabgabe ist kostenlos.
Alle Ladestationen sind mit dem Logo auf blauem Grund erkennbar.
Die Krummhörn, ca 160 qkm groß, ist ein dem Meer abgerungenes Land zwischen Emden und Norden-Norddeich.

Karte von Friesische Mühlentour