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Fürst von Pückler Radweg  ( 500 km )

Bild von Fürst von Pückler Radweg

Deutschlands schönste Parks und bizarre Mondlandschaften, Spreewaldromantik und imposante Industriedenkmäler. Kaum ein Radweg bietet soviel Abwechslung wie der Fürst-Pückler-Weg. Im Frühjahr 2005 wurde der länderübergreifende Radweg eingeweiht. Er verbindet auf rund 500 Kilometern zahlreiche touristische Sehenswürdigkeiten im brandenburgischen, sächsischen und polnischen Teil der Lausitz.

Benannt wurde der Weg nach Herrmann Fürst von Pückler-Muskau, dem genialen Gartenküstler des 19. Jahrhunderts. Er schuf in Bad Muskau und Branitz (Cottbus) zwei Park- und Schlossanlagen, die zu den schönsten in Deutschland gezählt werden. Beide Parks liegen nur 60 Kilometer voneinander entfernt und sind entlang der wildromantischen Neißeauen bequem in einer Tagesetappe zu erreichen.

Eine ganz andere vom Menschenhand gestaltete Landschaft gibt es nur eine halbe Etappe weiter zu bestaunen: Das traditionsreiche Lausitzer Braunkohlerevier ist derzeit Europas größte Landschaftsbaustelle. Hier werden (Abraum-)Berge versetzt und künstliche Seen geschaffen. Wo sich heute noch atemberaubende Braunkohlegruben auftun, soll in 10-15 Jahren die größte von Menschenhand geschaffene Seenkette Wassersportler und Touristen anlocken. Bereits heute sind einige der 25 künstlichen Seen fertig und laden zum Schwimmen, Surfen und Tauchen im ungewöhnlich klaren Wasser ein. Die vergänglichen Zwischenlandschaften werden durch die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land erlebbar gemacht. Geführte Touren gehen in die Tagebaue.

Die IBA arbeitet mit 24 konkreten Projekten am Wandel der Lausitz. Durch den Fürst-Pückler-Weg sind fast alle Projekte der IBA verbunden: beeindruckende Industriemonumente wie die 500 Meter lange ehemalige Förderbrücke F60, mythische Orte wie der Künstlerort Pritzen, der verschont von den Baggern wie eine Halbinsel in den Tagebau hineinragt und die IBA-Terrassen in Großräschen die "seltsamste Zivilisationskante der Welt" (DIE WELT, 30. 04.2005).

Natur pur, heißt es hingegen im Biosphärenreservat Spreewald mit seinen vielen Kanälen und urigen Dörfern. Hier lohnt es sich - ausnahmsweise - vom Rad abzusteigen und einen der zahlreichen Bootsverleihe zu nutzen. Immer entlang der Spree geht es schließlich zurück nach Cottbus.

Literatur:
"Landschaft erfahren - Radwandern auf dem Fürst-Pückler-Weg durch die Lausitz" - Tourenbuch mit detaillierte Karten und Streckeninformationen für 9,50 Euro im Buchhandel (ISBN 3-9809844-0-0) oder direkt bei der IBA.

Karte von Fürst von Pückler Radweg