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Rheintal Radweg  ( 520 km )

Bild von Rheintal Radweg
(c) Tourismus Baden-Württemberg GmbH / 2001

Die erlebnisreiche Tour durch die Rheinebene verläuft zumeist abseits der großen Straßen und umgeht große Städte. Dieser Radweg steht ganz unter dem Motto "die Natur genießen": die Flora und Fauna des Kaiserstuhls sowie die zahlreichen Weinberge tragen dazu bei, den Alltagsstress einmal zu vergessen. Auch Abstecher in die Städte oder in die stets nahen Hügel des Schwarzwaldes sind immer lohnenswert.

Der 520 km lange Rheintal-Weg setzt sich aus mehreren Radwanderwegen zusammen und führt von Konstanz bis nach Heppenheim an der Bergstraße. Los geht’s in der alten Konzilstadt Konstanz am Bodensee. Hier durchquert der Rhein das Konstanzer Stadtgebiet als Seerhein und entströmt dem Untersee weiter westlich bei Stein am Rhein als Hochrhein. Auf den Spuren des Rheins führt der erste Teil des Rheintal-Weges, der Hochrhein-Hotzenwald-Weg, von Konstanz zunächst am Bodensee entlang bis Stein am Rhein und folgt ab hier dem Hochrhein flussabwärts. Der Hochrhein markiert weitgehend die natürliche Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Er trennt den Hotzenwald, so wird der südlichste Teil des Schwarzwaldes genannt, vom Schweizer Alpenvorland. So sollte man auch ausreichend Zeit mitbringen, um Land und Leute beiderseits des großen Stroms kennenzulernen.
Unterwegs gibt’s viel zu entdecken, beispielsweise das malerische Städtchen Stein am Rhein, den mächtigen Rheinfall bei Schaffhausen oder die Trompeterstadt Bad Säckingen mit der längsten gedeckten Holzbrücke Europas. Ab Schwörstadt kann man den direkten, dafür aber steileren Weg, nach Lörrach über den Dinkelberg nehmen, wer am Rhein entlang weiterfahren möchte, radelt über Basel und Weil am Rhein nach Lörrach. Zwischen Lörrach und Breisach radelt man dann auf dem Oberrhein-Kaiserstuhl-Weg auf dem Rheindamm in direkter Flussnähe bis ins reizvoll gelegene Städtchen Breisach am Kaiserstuhl, von wo aus sich ein Abstecher auf die andere Rheinseite ins elsässische Neuf-Brisach mit beeindruckender Festungsanlage anbietet.
Auf dem nächsten Streckenabschnitt von Breisach nach Herbolzheim stehen zwei verschiedene Routen zur Auswahl.
Wer Freiburg noch nicht kennt, umfährt den Kaiserstuhl auf seiner östlichen Seite auf dem Breisgau-Weg, wer dagegen in der Nähe des Rheins bleiben will, radelt auf der Westseite des rebenumrankten Inselgebirges auf dem Oberrhein-Kaiserstuhl-Weg weiter. Bei Riegel treffen beide Routen wieder zusammen und man fährt weiter bis Herbolzheim, wo der Breisgau-Weg endet und der Ortenau-Weg beginnt. Der Ortenau-Weg führt nun zumeist abseits des Rheins durch die Oberrheinebene zwischen Schwarzwald und Vogesen bis nach Ettlingen.
Unterwegs locken zahlreiche Badeseen zum Sprung ins erfrischende Nass und auch der Freizeitpark Rust ist einen Abstecher wert. Wer genügend Zeit mitbringt, macht vom fahrradfahrerfreundlichen Offenburg noch einen Ausflug auf dem europäischen Radwanderweg "Offenburg-Kehl-Straßburg-Molsheim" ins Elsaß. Von Offenburg geht’s dann weiter auf dem Ortenau-Weg inmitten der herrlichen Landschaft bis bei Unzhurst wieder zwei Routenvarianten zur Auswahl stehen.
Wer Bühl und Baden-Baden kennenlernen möchte, wählt die östliche Route, wer dagegen wieder Sehnsucht nach dem Rhein hat, radelt westlich durch die Rheinauen weiter und kommt bei Rastatt-Rauental wieder auf die alte Strecke nach Ettlingen.
Wenn man diese Route wählt, kann man ab Iffezheim auch auf dem Deutsch-Französischen Radwanderweg Rheinauen bis Neuburgweier weiterfahren und eventuell noch einen Abstecher ins Elsaß einplanen. Von Neuburgweier radelt man dann direkt über Mörsch nach Ettlingen, wo die sehenswerte Altstadt, das Schloss und die sommerlichen Schlossfestspiele zum längeren Verweilen einladen.
Der letzte Streckenabschnitt des Rheintal-Weges verläuft auf dem Bergstraße-Rhein-Weg abseits des Rheins von Ettlingen nach Heidelberg.
Möglichkeiten zum Baden gibt’s unterwegs wieder in zahlreichen Badeseen links und rechts der Route und auch die Thermalbäder in Bad Schönborn geben ausreichend Gelegenheit zur Regeneration.
Lohnenswert ist auch ein Abstecher zum Karlsruher Schloss mit der weiträumigen Parkanlage und auch das Bruchsaler Barockschloss bietet wieder Schlossromantik in Hülle und Fülle. Auf der Höhe von Sandhausen kann man dann über Schwetzingen nach Mannheim/Ludwigshafen abzweigen oder in die alte Universitätsstadt Heidelberg weiterradeln und den herrlichen Blick vom Heidelberger Schloss über die Stadt und das Neckartal genießen.
Über die uralte Römerstadt Ladenburg und die reizvoll an der Bergstraße gelegenen Ortschaften Weinheim und Hemsbach gelangt man schließlich an den Endpunkt dieser abwechslungsreichen Tour: die romantische Weinstadt Heppenheim.

Karte von Rheintal Radweg