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Rheingau Riesling Route  ( 70 km )

Von Lorch bis Flörsheim oder von Flörsheim bis Lorch

Lorch: Weinbau seit 1085. Sehenswert: zahlreiche Adelshöfe, Hilchenhaus (1548), Pfarrkirche St. Martin mit Schnitzaltar von 1483, Kunst- und Heimatmuseum mit thronender Gottesmutter mit Weintraube (um 1350). Weinlagen: Schloßberg, Kapellenberg, Krone, Pfaffenwies und Bodental-Steinberg.

Lorchhausen: das "Tor zum Rheingau". Weinbau seit 1211. Weinlage Seligmacher.

Assmannshausen: Erster Nachweis 1108. Assmannshausens Spätburgunder Rotweine sind seit 1507 bekannt. Berühmte Lagen: Höllenberg, Hinterkirch, Frankenthal. Internationales Renommee genießt das Hotel "Gasthaus zur Krone" mit dem Freiligrath-Zimmer.

Rüdesheim am Rhein: "Wein, Musik und Frohsinn" verspricht die Drosselgasse. Sehenswert: " Siegfried`s Mechanisches Musikkabinett", das "Museum für Weingeschichte" in der Brömserburg (12. Jahrhundert), die Pfarrkirche St. Jakobus, die evangelische Pfarrkirche mit dem Weinstockfenster und die Benediktinerinnen- Abtei St. Hildegard. Zum berühmten Niederwalddenkmal geht es per Auto, Seilbahn oder zu Fuß durch die Weinberge. Eine schöne Wanderung führt auch zur Burgruine Ehrenfels.

Geisenheim: 772 erstmals erwähnt. Mehrere alte Adelshöfe. Heute Schulstadt mit zwei Gymnasien. Weltbekannt ist die Forschungsanstalt und Fachhochschule für Wein- und Gartenbau. Sehenswert: die Pfarrkirche Heilig Kreuz mit dem Kreuz des Mainzer Bildhauer Hans Backoffen von 1518 und die Wallfahrtskirche Marienthal mit einem Gnadenbild der schmerzhaften Mutter (um 1300 ).

Johannisberg: Weinbau seit 817. Verdankt Namen und Entwicklung dem Benediktinerorden, der Anfang des 12. Jahrhunderts das Kloster errichtete. 1716 kamen die Anlagen an die Fürstenabtei Fulda, die das heutige Schloß erbaute und den Weinbau zu hoher Blüte brachte. 1775 Entdeckung der Spätlese, 1787 erste Auslese und 1858 erster Eiswein. Empfehlung: Besuch des Weinkabinetts und des Gutausschanks.

Winkel: Ersterwähnung 850. Sehenswert: die Pfarrkirche St. Walpurgis und das Brentanohaus, wo Goethe 1814 weilte. Zu den ältesten Steinhäusern Deutschlands zählt das "Graue Haus".

Schloß Vollrads: Seit etwa 1330 Wohnsitz der Familie Matuschka-Greiffenclau. Weingut, Gutsausschank und "lukullische Weinproben".

Mittelheim: Sehenswertes, ehemaliges Rathaus und schöne alte Fachwerkhäuser. Herausragend die romanische Basilika St. Ägidius (12. Jahrhundert) mit wertvoller Kanzel und Statue des heiligen Urban, Schutzpatron der Winzer.

Oestrich: Alter Weinort mit beachtenswertem Stadtkern. Zu den Weindenkmälern gehört der Oestricher Kran (1745). Das Schloß Reichhartshausen, ehemals Weinumschlagplatz von Kloster Eberbach, und die "Oestricher Burg" beherbergen heute die "European Bussiness School (ebs). Im Garten der EBS ein siamesischer Tempel, Geschenk des Thailändischen Königspaares.

Hallgarten: Über 800 Jahre altes Weindorf zwischen den Weinbergen am Fuße der Hallgartener Zange. Sehenswert in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt die Schröter- Gottesmutter mit der Scherbe (um 1415).

Hattenheim: seit dem 10. Jahrhundert. Anmutiger Dorfplatz mit besonders schönen Fachwerkhäusern. Prächtige, alte Patrizierhöfe, wie der Greiffenclauer Hof (1555), der Schönborn`sche Hof (1640), der Raitz von Frentz`sche Hof (1667) und schließlich die Hattenheimer Burg (15. Jahrhundert).

Kloster Eberbach: Ehemaliges Zisterzienserkloster, das 1136 gegründet wurde und bis 1802 die Entwicklung des Rheingauer Weinbaues und seiner Kultur maßgeblich beeinflußt hat. Ort vielfältiger kultureller Veranstaltungen um Wein und Musik. Abteimuseum. Lohnenswert: Weinprobe in historischen Räumen.

Erbach: Bedeutendes Weindorf mit den berühmten Weinlagen Marcobrunn (12. Jahrhundert), Hochrain (1519), Steinmorgen (1211). Das Hotel "Schloß Reinhartshausen" besitzt beträchtliche Weinberge im Schloßberg und auf der Insel Mariannenaue.

Eltville: "Wein-, Sekt- und Rosenstadt" mit Burgfestspielen. Älteste Stadt des Rheingaus (seit 1332). Sehenswert: die Kurfürstliche Burg mit Gutenberg-Gedenkstätte, Adelshöfe, die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit dem Willigis-Stein.

Kiedrich: Das "Gotische Weindorf" mit 1000jähriger Geschichte. Die Pfarrkirche St. Valentinus (1493) verfügt wie die Karnerkapelle St. Michael über eine reiche Ausstattung, unter anderem die älteste bespielbare Orgel Deutschlands und die thronende Gottesmutter im Chor. Die Chorbuben singen noch heute den Gregorianischen Choral im Germanischen Dialekt. Viele alte Weingüter und Gutsschänken. Auf der Höhe die Burgruine Scharfenstein (12. Jahrhundert) und "Weinberge der Ehe".

Rauenthal: 1211 wurde der Weinbau erstmals erwähnt. Ein Kleinod ist die Pfarrkirche St. Antonius mit der Gottesmutter mit der Traube, (15. Jahrhundert). Bekannte Lagen: Baiken, Gehrn und Wülfen. Großartige Aussichten auf das Rheintal von der Bubenhäuser Höhe.

Martinsthal: Altes Weindorf. Historisches Weinhaus " Zur Krone".

Walluf: Die älteste Siedlung des Rheingaus (770). Zahlreiche Mühlen gehörten früher zur Haupterwerbsquelle. 1000jährige Johanniskirchenruine. Malerische Bucht mit Leinpfad in Richtung Eltville. Streuobstwiesen.

Wiesbaden: Landeshauptstadt mit Bade- und Kurbetrieb. Sehenswert: Kurhaus mit Casino und Kurpark, Staatstheater, Kochbrunnen, Stadtschloß, Altes Rathaus, Griechische Kapelle, Museum mit Sammlung Nassauischer Altertümer, Landesbibliothek. Stadtweingut mit der Lage Neroberg. Biebricher Schloß mit Park. Sektkellerei von Weltruf in Biebrich und Schierstein.

Wiesbaden-Dotzheim: (seit 1128) mit der Weinlage Judenkirsch.

Wiesbaden-Frauenstein: Mit Burg von 1221. Weinbaugemeinde mit den alten Höfen Armada, Groroth und Nürnberg. Europaweinberg mit Rebstöcken aus acht Partnerländern. Lage: Herrenberg mit Goethestein.

Wiesbaden-Schierstein: Mit Jupitersäule von 221 nach Christus. Weinbau seit 973. Lagen: Hölle und Dachsberg.

Mainz-Kostheim: (seit 790). Reichsversammlung Karls des Großen 795. Lagen Steig und Berg.

Hochheim: (seit 754). Historischer Altstadtkern mit Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert, der "Plan", auf dem die barocke Hochheimer Madonna (18. Jahrhundert) steht. Lagen: Domdechaney, Kirchstück, Herrnberg sowie Königin Viktoriaberg mit dem Denkmal von 1854, das an den Besuch der englischen Königin erinnert. Heimat- und Weinmuseum. Weltbekannte Wein- und Sektkellereien.

Flörsheim-Wicker: Weinbau seit 927 belegt. "Tor zum Rheingau" mit Weinprobierstand. Wickerer Weinweg, ein wein- und kulturhistorischer Wanderweg. Kirche St. Katharina, Fachwerkhäuser 16. bis 18. Jahrhundert, Flörsheimer Warte (Ausblick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet). Lagen König Wilhelmsberg (mit Säule von 1866), Mönchsgewann, Nonnenberg, Stein, Flörsheimer Herrnberg, Flörsheimer St. Anna Kapelle.

Karte von Rheingau Riesling Route